NEK-Bildung

Die Weiterbildung der KindergruppenbetreuerInnen und Eltern in den elternverwalteten Kindergruppen durch den Nek, ist ein Auftrag des Landes Niederösterreich, um die Eckpfeiler des pädagogischen und organisatorischen Konzepts, auf deren Basis die Kindergruppen arbeiten, zu gewährleisten.
Der Gesetzgeber Land NÖ schreibt zudem eine verpflichtende Weiterbildung der KindergruppenbetreuerInnen von 20 h pro Jahr vor.
Weiterbildung muss auf aktuelle Trends in der Pädagogik Rücksicht nehmen, um die hohe pädagogische Qualität in den Kindergruppen weiter zu entwickeln und gute Weiterbildung muss auf die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme in Kindergruppen reagieren, um Unterstützung und Lösungsansätze mit professionellen Methoden und qualitativ hochwertigen Inhalten zu vermitteln.

Unser Bildungskonzept geht inhaltlich und organisatorisch von unserer Arbeitsweise aus. Der Hintergrund aller Bildungsaktivitäten ist das gleichberechtigte Verhältnis aller Beteiligten einer Kindergruppe. Bildung wird vor unserem Hintergrund als Chance zur Selbsterfahrung, als Bewusstseinsbildung verstanden, die für niemanden, der mit Kindern zu tun hat, je abgeschlossen sein kann.

Die Grundsätze, die als Matrix hinter allen unseren Aktivitäten auch hinter den Bildungsansprüchen stehen, sind Gewaltfreiheit, Demokratie, Menschenrechte, Gender Mainstraming und Nachhaltigkeit im Umgang mit Natur und Ressourcen aller Art.

Unser Bildungskonzept steht Eltern und Betreuungspersonen offen und wir hoffen durch Einbeziehung beider Ebenen unsere Gesprächkultur und unser Bewusstsein erweitern zu können. Alle Beteiligten sind aufgefordert, den Konsumstandpunkt zu verlassen und durch persönliches Engagement in und um die Workshops ihren Beitrag zur Qualität der Weiterbildung zu leisten. Referenz für unsere Bildungsinhalte ist die praktische Erfahrung aller TeilnehmerInnen. Für das Bildungskonzept gilt, dass es nicht einseitig intellektuell bzw. auf rezipieren ausgelegt ist. Alle Wahrnehmungsebenen und alle Sinne sollen bei allen Schwerpunkten angesprochen werden.

Von unserem Bildungskonzept erwarten wir eine allgemeine Vertiefung unserer theoretischen Erkenntnisse und eine Erweiterung unserer praktischen Möglichkeiten. Weiterbildung soll die Voraussetzung schaffen, dass unser Betreuungsmodell experimentell weiterentwickelt wird, dass es innovativ bleibt, dass sie Grundvoraussetzungen stärker im Bewusstsein verankert werden und dass wir uns dadurch auch klarer nach außen hin abzugrenzen im Stande sind. Es soll uns dabei helfen mit aktuellen Problemen und Konflikten produktiver umzugehen und das, was wir „Streitkultur“ nennen, besser zu entwickeln. Wir sehen im Bildungskonzept eine wichtige Aufgabe, Kindergruppenkultur zur Entfaltung zu bringen.
 

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